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Historie der Firma Hink & Kempe

Historie

Hink & Kempe - Gewerbering 21 - 27342 Bremervörde - Telefon: 0 47 61 / 7 10 81 + 82 - Telefax: 0 47 61 / 7 10 84

Im Jahr 1982 gründeten der heutige Kutenholzer Bürgermeister Johann Hink und der Kaufmann Gerhard Kempe das Unternehmen Hink & Kempe Industrieanlagen-Service GmbH in einer Scheune auf dem Hof von Johann Hink in Essel. Was damals klein begann, hat sich zu einem spezialisierten Industrieunternehmen entwickelt, das als kompetenter Partner der Industrie seine Dienstleistungen anbietet. Neben der Wartung und Reinigung von Industrieanlagen wurde Priorität auf die Oberflächenbehandlung von technischen Werkzeugen, Lackierhilfsmitteln und fehlbeschichteten Bauteilen gesetzt. Damals waren diese Reinigungsverfahren mit einem erheblichen Chemikalieneinsatz und der anschließenden Entsorgung der Lackschlämme verbunden.
Schon zu dieser Zeit bewiesen die Firmeninhaber Erfindergeist. Durch eine selbst entwickelte Destillationsanlage wurde monatlich eine Tonne Lösungsmittel zurückgewonnen, mit Additiven angereichert und der Produktion wieder zugeführt. Hier konnte neben dem Umweltgedanken auch der Ökonomie Rechnung getragen werden.

Ab Mitte der 80er Jahre veränderte sich der Schwerpunkt des Unternehmens. Es wurden weniger Dienstleistungen vor Ort ausgeführt und dafür verstärkt Entlackung und externe Reinigung angeboten. Nach den Anfangsjahren entschloss sich die Geschäftsführung zudem, verstärkt umweltschonende Technologien einzusetzen. Erste Vorläufer der heutigen Wirbelbetttechnologie wurden angewendet.

Ungewöhnliche Aufträge gehörten auch zum Geschäft. So wurden beispielsweise 10.000 New Yorker Parkuhren hier entlackt, in einer anderen Firma lackiert und wieder verschifft. Der größte Einzelauftrag war zum anderen die Entlackung einer gesamten Erdgasbrückenkonstruktion in Libyen.

Seit 1983 konnten auch die Airbuswerke in Hamburg und Stade vom hohen Servicestandart der Firma Hink & Kempe überzeugt und als Kunden gewonnen werden. Heute werden dort alle Lackierbereiche mit oberster Priorität betreut.

Im Jahr 1991 fiel fast das gesamte Betriebsgebäude in Essel einem Großfeuer zum Opfer. Verursacht wurde dies durch die Explosion eines Gasverdampfers. Innerhalb einer Woche wurde die Logistik für die Betreuung der Kunden mit Hilfe von befreundeten Lohnentlackern umgesetzt. Für die Kunden gab es in dieser Zeit nicht die geringste Beeinträchtigung – eine Leistung, auf die man heute noch mit Stolz zurückblickt.

Kurz darauf entschlossen sich J. Hink und G. Kempe, ihren Betrieb in Bremervörde anzusiedeln. Hier fand man eine hohe Kooperationsbereitschaft von Seiten der Stadt Bremervörde und des Gewerbeaufsichtsamtes Cuxhaven sowie die entsprechende Infrastruktur vor, die für die zukünftige Anlagenplanung nötig war. Man konzentrierte sich am Bremervörder Standort weiter auf umweltfreundliche Verfahren wie beispielsweise die Druckstrahlanlage, Wirbelbettanlage, Schleuderradstrahlanlage sowie die Wasserhochdruckreinigungsanlage.

2002 verabschiedete sich Johann Hink aus der Geschäftsführung und widmete sich vollständig seinem Bürgermeisteramt. Seine Tochter Ina Neumann trat als Gesellschafterin ein und sein Schwiegersohn Friedrich Neumann, der bereits seit 1998 im Unternehmen tätig ist, wird neben Gerhard Kempe Geschäftsführer.

Ein besonders abfallarmes Verfahren, das bei Hink & Kempe angewendet wird, ist die Pyrolyse: Mit Hilfe von gesteuerter Temperatur werden Metalle von organischen Beschichtungen befreit. Zur optimalen Anwendung dieses Verfahrens wurde im Sommer 2005 in neue Technik investiert. Nach umfangreichen Recherchen fand man in der Firma KZ aus Bratislava einen innovativen und leistungsstarken Partner für die neue Pyrolyseanlage. Im Oktober 2005 wurde innerhalb von 4 Tagen die vorhandene Anlage demontiert und durch die neue Technik ersetzt.

Aufgrund mittelfristiger partnerschaftlicher Verträge mit zwei Großunternehmen wurde darüber hinaus in Spezialmaschinen bzw. 2006 in eine Lagerhalle für Ersatzteilhaltung investiert.

2011 verlässt nun auch der zweite Firmengründer Gerhard Kempe die Firma. Andreas de Buhr, der bereits seit 13 Jahren im Unternehmen tätig ist, wird neben Friedrich Neumann Geschäftsführer.